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Westfalenfleiß näht Mund-Nase-Masken

Am 17. März 2020 wurde vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW zunächst bis zum 19.04.2020 ein Betretungsverbot für die Werkstätten für behinderte Menschen angeordnet. In der Näherei der Westfalenfleiß GmbH rattern trotzdem die Nähmaschinen. Während die Diskussion um die Einführung einer Maskenpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus noch im vollen Gange ist, gehen bei Westfalenfleiß täglich Anfragen zum Nähen von Mund-Nase-Masken ein. Dort, wo sonst Frauen mit Behinderung Näharbeiten für die Industrie fertigen, sitzen nun Mitarbeiterinnen des Unternehmens, um die vielen Anfragen nach den begehrten Masken abzuarbeiten.

„Bis auf einige Notbetreuungen sind unsere Beschäftigten mit Behinderung derzeit zu Hause, um sie vor Ansteckung zu schützen. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Werkstätten unterstützen in dieser Zeit die Kolleginnen und Kollegen in unseren Wohnhäusern oder in denen von Kooperationspartnern, um den erhöhten Betreuungsaufwand dort aufzufangen“, berichtet Hubert Puder, Sprecher der Geschäftsführung der Westfalenfleiß GmbH. Überhaupt sei mit Ausbruch der Pandemie der Arbeitsalltag bei Westfalenfleiß auf den Kopf gestellt worden. In diesen Zeiten seien konstruktive Problemlösungsideen und hohe Flexibilität erforderlich.

Der Berufsbildungsbereich müsse zum Beispiel seinen Bildungsauftrag für die Maßnahmeteilnehmer weiterhin erfüllen und versorge diese mit Aufgaben, die sie zu Hause erledigen können. Die Mitarbeitenden des Sozialdienstes würden – selbstverständlich unter Einhaltung aller behördlichen Vorgaben - die Kontakte zu den Beschäftigten mit Behinderung aufrechterhalten durch Telefonate, Mails und zum Teil persönliche Besuche zu Hause. „Vor allem die Menschen mit psychischen Erkrankungen benötigen gerade in dieser Zeit seelische Unterstützung und Hilfe bei der Bewältigung ihres Alltags. Die Begleitung aller Beschäftigten mit geistiger Behinderung und mit psychischer Erkrankung zu Hause hat absoluten Vorrang in dieser Zeit“, fügt er hinzu.

Trotz der Krise müsse aber in reduziertem Umfang auch die Produktion weitergeführt werden, um zugesagte Liefertermine und Dienstleistungspflichten einzuhalten. Da würden dann Mitarbeitende aus den verschiedenen Arbeitsbereichen jeweils dort eingesetzt, wo es gerade erforderlich ist. So eben auch in der Näherei. „Wir könnten noch mehr Masken produzieren, aber langsam wird es schwierig, die erforderlichen Stoffe und Bänder zu beschaffen“, bedauert der Geschäftsführer. Sicherlich seien dann auch noch mehr Kolleginnen und Kollegen in der Näherei einsatzbereit. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigen ein hohes Engagement, alle in dieser Situation erforderlichen Maßnahmen flexibel und solidarisch umzusetzen. Jeder bringt sich nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten ein“, bedankt sich Hubert Puder bei seiner Belegschaft. 

Aber danken möchte er auch der Stadt Münster, dem Land NRW, dem Bund und den zuständigen Behörden und Ämtern, die alles tun, um den Unternehmen und insbesondere auch den Werkstätten für behinderte Menschen in dieser schwierigen Zeit beizustehen: „Wir hoffen im Interesse der Menschen mit Behinderung, dass wir mit dieser nachhaltigen Unterstützung die große Krise ohne existentielle wirtschaftliche Folgen überstehen können.“

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