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Neustart der inklusiven Boule-Gruppe im Sportpark Hiltrup-Süd

Rot-Blau gegen Gelb-Grün – eifrig werfen die inklusiv zusammengesetzten Boule-Mannschaften auf dem Sportplatz Hiltrup-Süd ihre Kugeln, um so viele wie möglich nah an der Zielkugel, auch `Schweinchen´ genannt, zu platzieren. Nach Corona-bedingter Spielpause konnte die Saison nun wieder gestartet werden - und das auch noch auf einem nagelneu angelegten Spielfeld. 

Seit Herbst 2016 gibt es die inklusive Boulegruppe mit Bewohnern der Westfalenfleiß-Wohngemeinschaft Am Oedingteich und Ehrenamtlichen aus dem Seniorenforum der Gemeinde-Diakonie Hiltrup e.V. Was zunächst als Initiative eines einzelnen Ehrenamtlichen mit einigen Bewohnern begann, hatte sich vor der Pandemie inzwischen als festes Angebot etabliert. 

Die Aussichten für dieses schöne Angebot trübten sich allerdings ein, als klar wurde, dass die als Spielstätte genutzte Kugelstoßanlage in der Sportanlage einem Bewegungspark für Jugendliche weichen soll. Daraufhin setzte sich der Initiator des Projektes Gerd Lübbert aktiv für den Bau eines Boule-Platzes ein. „Das ist auch ein wichtiges, generationenübergreifendes Element im neuen Bewegungspark in Hiltrup“, versichert Gerd Lübbert. „Es wäre schon sehr schade gewesen, wenn wir keinen Platz mehr für das Boule-Spielen gehabt hätten.“ 

Und so setzte er sich mit Unterstützung durch die Koordinatorin für das Freiwilligenmanagement und den Sozialführerschein der Westfalenfleiß GmbH, Anne Schulte, mit Rainer Bergmann, Mitarbeiter des Sportamtes und Joachim Schmidt, Bezirksbürgermeister in Hiltrup, in Verbindung um das Projekt einer auch mit dem Rollstuhl zugänglichen Boulespielfläche voranzutreiben. 

Bei beiden stieß er auf offene Ohren. „“Für den Bewegungspark hatten wir ein festes Budget zur Verfügung und das hatten wir noch nicht ganz ausgeschöpft“, berichtet Rainer Bergmann. „Die Summe, die übrig war, deckte genau die Kosten für eine neue Boule-Anlage und so haben wir sie dann gebaut.“  Joachim Schmidt ist von dem frisch angelegten Spielfeld begeistert: „Da das Ganze barrierefrei gestaltet wurde, werden auch Rollstuhlfahrer nicht ausgegrenzt.“ Das sei ihm und dem Sportamt sehr wichtig gewesen, da es hervorragend zur Atmosphäre des Sportparks passe. Auch der Bewegungspark für die Jugendlichen sei barrierefrei und somit habe der inklusive Charakter der Sportanlage weiter hinzugewonnen. „Unser Sportpark ermöglicht so die Begegnung zwischen Jung und Alt, zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Damit wird unser inklusiver Ansatz im ganzen Stadtteil konsequent weitergeführt“, erklärt der Bezirksbürgermeister. 

Martin Hülsbusch, Wohnbereichsleitung der Westfalenfleiß GmbH, bekräftigt: „Inklusion lebt davon, dass die Gesellschaft sich öffnet und so ist das hier geschehen. In Hiltrup gibt es auch schon viele andere Angebote, an denen unsere Bewohner partizipieren können und dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken.“ 

Dass die französische Kugelsportart bestens geeignet ist, um die Begegnung verschiedener Menschen zu fördern, sind sich alle einig. „Wir finden die neue Bahn super und unsere Mitbewohnerin im Rollstuhl kann auch teilnehmen“ freuen sich Marcel und Stephan, beide Bewohner der Wohngruppe Am Oedingteich. 

Das Einweihungs- und Neustart-Turnier Rot-Blau gegen Gelb-Grün, das Corona bedingt und nach vorausgegangenem Lockdown nur in kleiner Besetzung stattfinden kann, geht indes weiter. Schwungvoll und gekonnt werfen die Teilnehmer ihre Kugeln in Richtung des `Schweinchens´. Spielleiter Gerd Lübbert überlässt nichts dem Augenmaß – mit dem Meterband wird genau gemessen, welche Kugel wie weit vom Ziel entfern platziert wurde. Und schließlich steht die Siegermannschaft fest: Rot-Blau hat um wenige Punkte die Nase vorn. Aber das ist eigentlich nur nebenrangig. Allein das Dabeisein zählt. Und eine Revanche wird es allemal geben!

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