Zahnärzterunde bei Westfalenfleiß

„Wir sind eine hervorragend kooperierende Gemeinschaft, die eine gemeinsame Idee verfolgt. Es ist schön, dass wir uns einmal im Jahr treffen, um uns auszutauschen“, hieß Prof. Dr. med. Klaus-Michael-Müller, Vorsitzender des Fördervereins Kultur und Freizeit, die Teilnehmer der Zahnärzterunde bei der Westfalenfleiß GmbH Willkommen. „Unser Zahnärztlicher Dienst hier in der Werkstatt am Kesslerweg ist nach wie vor ein Unikum und wir sind sehr dankbar, dass wir die Zahnstation mit Ihrem Engagement inzwischen nun schon seit 28 Jahren aufrechterhalten können.“

Mit finanzieller und ideeller Unterstützung seitens der Konrad-Morgenroth-Förderergesellschaft (KMFG) konnte 1989 der erste Behandlungsraum der Zahnstation eingerichtet und der Dienst gestartet werden. Seither trägt die KMFG immer wieder dazu bei, dass die Prophylaxe, Befundaufnahme und zahnärztliche Behandlung von Beschäftigten der Westfalenfleiß-Werkstatt und Nutzern des Wohnverbundes weitergeführt werden können. Heute versorgt der zahnärztliche Dienst mit drei behandelnden Zahnärzten und zwei erfahrenen zahnmedizinischen Fachangestellten über 200 Patienten in zwei voll ausgestatteten Behandlungsräumen.

Die KMFG ist eine Stiftung unter der Führung der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe. Sie führt das Lebenswerk des Zahnarztes Prof. Dr. Konrad Morgenroth weiter, dessen Engagement als Zahnarzt der Behandlung von Patienten mit geistiger  Behinderung und spastischer Lähmung galt. In der Zahnärzterunde war die KMFG durch den Vorsitzenden, Dr. med. Richard Siepe, und durch Dr. med. Rolf Egermann, Mitglied des Vorstandes, vertreten. 

Weiterhin nahmen die drei behandelnden Zahnärzte, Dr. med. André Wöhner, Stefan Wegmann und Dr. med. Saskia Holstiege sowie Hubert Puder, Sprecher der Geschäftsführung, Geschäftsführerin Gerda Fockenbrock und Ute Wolf, zahnmedizinische Fachangestellte, teil. 

Bei Kaffee und Kuchen fand ein reger Austausch über die Aktivitäten im vergangenen Jahr statt und es wurden Pläne für die Zukunft geschmiedet. In den letzten Monaten wurde von Ute Wolf mit Unterstützung durch Dr. André Wöhner und Wohnbereichsleiterin Petra Schlingmann eine Powerpoint-Präsentation erstellt, mit der nun die Mitarbeiter im Wohnverbund im Hinblick auf die Unterstützung der Bewohner bei der Mundhygiene und Zahnpflege geschult werden. 

Dr. André Wöhner betonte, wie wichtig es sei, das Thema  Mundhygiene immer wieder anzusprechen und die Menschen mit Behinderung selbst, aber auch Mitarbeiter sowie Angehörige dafür zu sensibilisieren. Gerda Fockenbrock berichtete, dass diese Schulungen inzwischen als Pflichtveranstaltung für die Mitarbeiter des Wohnverbundes  im Fortbildungsprogramm verankert seien. 

Hubert Puder und Gerda Fockenbrock bedankten sich bei den Vertretern der Konrad-Morgenroth-Förderergesellschaft für deren bisheriges Engagement in dieser Hinsicht. Ebenfalls sprachen sie den behandelnden Zahnärzten ihren Dank aus: „Es gehört immer eine innere Intention dazu, wenn man sich so engagiert, wie Sie das tun. Für unsere Beschäftigten und Bewohner ist die Zahnstation von unschätzbarem Wert. Da Sie ihnen die nötige Zeit für eine Behandlung und Beratung einräumen und ihnen mit Verständnis und Respekt begegnen, gehen die Menschen mit Behinderung hier völlig locker und entspannt zum Zahnarzt, was in niedergelassenen Zahnarztpraxen nicht immer unbedingt der Fall ist.“

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