Warnwesten für den sicheren Weg zum Arbeitsplatz

Hocherfreut nahmen Hubert Puder, Sprecher der Geschäftsführung, Michael Sandner, Geschäftsbereichsleiter Werkstätten, Hubert Halsbenning, Fachkraft für Arbeitssicherheit Frank Szypior, Vorsitzender des Gesamtwerkstattrates sowie Christian Sandten und Nicole Roch als Vertreter der Beschäftigten von Dr. Jennifer Schilling 300 leuchtend gelbe Warnwesten als Spende von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) der Bezirksstelle Delmenhorst entgegen.

Nicht zuletzt durch gezieltes Training im Rahmen der arbeitsbegleitenden Maßnahmen kommen viele Beschäftigte der Westfalenfleiß GmbH selbstständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit. Das brachte Michael Sandner auf die Idee nachzufragen, ob die BGW der Westfalenfleiß zur besseren Sichtbarkeit der Verkehrsteilnehmer Warnwesten zur Verfügung stellen kann.

„Über Ihre Anfrage habe ich mich sehr gefreut“, betont Dr. Jennifer Schilling, die bei der Berufsgenossenschaft für den Präventionsdienst in dieser Region zuständig ist. „Gerne unterstützen wir den  sicheren Heimweg Ihrer  Beschäftigten durch Warnwesten. Die Statistik zeigt nämlich, dass etwa ein Drittel aller Arbeitsunfälle Wegeunfälle sind.“ Die BGW fördere mit dieser Aktion die Mobilität und diese sei eines der wichtigsten Bedürfnisse eines Menschen. Denn nur wer mobil sei, könne ein selbstständiges und unabhängiges Leben führen. Das gelte besonders für Menschen mit Behinderung. Da der Straßenverkehr aber immer auch Risiken mit sich bringe, können die Warnwesten eine Hilfe bieten, um im morgendlichen und nachmittäglichen Berufsverkehr sicher an den Arbeitsplatz und wieder nach Hause zu kommen. So leiste die BGW einen Beitrag zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Diese definiere Mobilität als zentrale Voraussetzung der beruflichen und sozialen Teilhabe, die allen Menschen zustehe. 

Die Verteilung der Warnwesten an den verschiedenen Standorten wird nun durch den Werkstattrat vorgenommen.

„Wir werden unsere Beschäftigten bestärken, die Warnwesten nicht nur in der dunklen Jahreszeit zu tragen“, erklärt Hubert Puder. Auch im Herbst und im Frühjahr seien Fußgänger und Radfahrer zum Beispiel in der Dämmerung oder durch tiefstehende Sonne für Autofahrer oft schwer erkennbar. Und die Westfalenfleiß GmbH übernehme nicht nur die Fürsorgepflicht für ihre Beschäftigten, sondern sehe sich auch als Partner der Autofahrer im Straßenverkehr, die ebenso vor Unfällen durch schlecht sichtbare Verkehrsteilnehmer geschützt werden müssen.

„Die Aktion mit den Warnwesten ist eingebunden in ein ganzes System von Sicherheitsmaßnahmen, die wir hier bei Westfalenfleiß in Bezug auf den Arbeitsweg bereithalten, um unserer Sorgfaltspflicht für die Menschen mit Behinderung nachzukommen“, berichtet Hubert Puder weiterhin. So würden zum Beispiel auch regelmäßig Mobilitäts- und Verkehrssicherheitstrainings durchgeführt. „Und im Winter können die Beschäftigten, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, ihr Rad bei uns im Hinblick auf die Verkehrssicherheit durchchecken lassen. Sie können dann notwendige kleine Reparaturen unter  Anleitung direkt hier in der Werkstatt selber durchführen oder mit einer erstellten Mängelliste einen Zweirad-Fachbetrieb aufsuchen.“

Dr. Jennifer Schilling sprach dem Unternehmen dafür ein großes Lob aus. Seit 2010 besucht sie einmal jährlich die Werkstätten der Westfalenfleiß, um gemeinsam mit der Unternehmensleitung regelmäßig zu überprüfen, ob alle Arbeitsschutzmaßnahmen ausreichend und auf dem aktuellsten Stand sind. „Diese Zusammenarbeit hat sich bestens bewährt“, waren sich alle Beteiligten einig und schmiedeten gleich Pläne für weitere Maßnahmen, um potentielle Gefahren im Betrieb zu minimieren.

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