Tierische Stimmung bei Westfalenfleiß

Gleich an zwei  Werkstatt-Standorten – am Kesslerweg und an der Rudolf-Diesel-Straße – feierten Beschäftigte und Mitarbeiter der Westfalenfleiß in farbenreichen und phantasievollen Kostümen ihr diesjähriges Karnevalsfest. Auch am Rosenmontagszug nahmen rund 20 Menschen mit Behinderung und ihre Begleiter auf dem bunt gestalteten Westfalenfleiß-Karnevalswagen teil - frei nach dem Motto: „Jede Jeck ist anders – Westfalenfleiß Helau!“ 

Am Kesslerweg galt die Devise „Weil das Alpaka gut gefällt: Der Elefant ist schon bestellt“. 

Hubert Puder, Sprecher der Geschäftsführung, kam – dem Motto entsprechend - als Alpaka und gab mit seiner Gitarre zusammen mit Verwaltungsleiter Guido Berkemeyer (Percussion), Geschäftsbereichsleiter Werkstätten Michael Sandner (Cajon) und Produktionsleiter Mathias Klocke (Keyboard) und AUW-Teamleiter Christopher Barth (Gitarre) als Musikband „Schiss-Moll“ den musikalischen Auftakt. Im Nu füllte sich die Tanzfläche und alle stimmten ein: „Da hat das rote Pferd …“.

Bei der Polonaise von Blankenese blieb keiner mehr an seinem Platz. Die tierischen Narren zogen in bester Stimmung durch den Saal. Einträchtig schunkelten Katzen, Tiger, Krokodile und Elefanten mit Mäusen, Hühnern, Affen und  Pinguinen. Selbst die längst verschollen geglaubte schwarze Petra war wieder aufgetaucht und suchte – leider vergeblich – ihre große Liebe, das weiße Schwanentretboot. 

Doch das umfangreiche Programm ließ keine Zeit für Trauer. Während die Band „Schiss-Moll“ zu ihrem nächsten Auftritt an der Rudolf-Diesel-Straße weiterzog, kündigte Moderator Bodo Lepkojus im Pinguin-Kostüm wortgewandt und mit viel Humor die Auftritte an: vom Zauberer Seppe, über Rap und Beatbox, Hip-Hop-Performance mit den Funky Movements bis hin zum Andrea-Berg-Playback. Zwischendurch spielte DJ Bernd Rißdorf immer wieder zum Tanz auf. 

Als dann auch noch Münsters Stadtprinz Ingo I. mit seiner Prinzengarde die Bühne betrat, erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt. Seine Tollität heizte den Anwesenden ein: „Karneval ist der Hit. Ganz Münster und Westfalenfleiß feiern mit! “ Seid ihr gut drauf?“ Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten - ausgelassen wurde geklatscht, gesungen und gelacht. „Ich finde es super, dass jedes Jahr zu Karneval bei Westfalenfleiß ein solch stimmungsvolles Fest gefeiert wird“, erklärt Prinz Ingo I. „ Ich bin sehr gerne hierhergekommen, denn mir liegen die Menschen mit Behinderung am Herzen. Schließlich sind wir eine Gesellschaft und möchten doch im Grunde alle nur Spaß haben.“

So sparte er auch nicht mit Orden und Küsschen, bevor er Jan-Alfons I.2., dem König der Fastnachtskumpanei „Die Wiedertäufer am Buddenturm“ mit seinen Gefolgsleuten das Feld überließ. Schließlich gaben sich auch noch der Stadtprinz von Greven, Hubert I. und die  KG Emspünte mit Pünte-Mariechen Svenja und Brass Band die Ehre. Der besondere Orden „Karneval mit Herz“  der KG Emspünte wurde Westfalenfleiß-Geschäftsführerin Gerda Fockenbrock - im Katzenkostüm – verliehen. „Es ist schön, dass die Karnevalsgesellschaften jedes Jahr wieder den Weg zu uns finden“, freut sich Gerda Fockenbrock, „das zeigt ihre Wertschätzung gegenüber den Menschen mit Behinderung.“

Zum krönenden Abschluss der Veranstaltung wurden die besten Kostüme prämiert. Die Wahl der Jury fiel auf den Löwen Horst, den Marienkäfer Petra und die Biene Verena. Der schwarze Schwan Petra bekam die Prämierung in der Kategorie „schönste Verkleidung der Mitarbeiter“ und den Sonderpreis „schönstes Gruppenkostüm“ ergatterte das Team der Schreinerei als Zebraherde. Alle bekamen einen Alpaka-Orden und beendeten das Fest mit einem dreifachen „Westfalenfleiß Helau“. 

An der Rudolf-Diesel-Straße ging es genauso hoch her. Die Band „Schiss-Moll“ förderte ebenfalls die gute Laune der bunt gekleideten Narren. Im Programm standen auch dort Musik und Tanz. Die Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres und des Bundefreiwilligendienstes hatten mit ihrem lustigen Sketch schnell die Lacher auf ihrer Seite. Fröhlich und ausgelassen gingen dann alle in das lange Karnevalswochenende und waren gut gerüstet für den Rosenmontagszug. Dort konnten sie dem Westfalenfleiß-Karnevalswagen zujubeln und sich mit reichlich „Kamelle“ eindecken. Denn es gibt ja auch noch eine Zeit nach dem Karneval…

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