Nutzerbefragung in der Wohnstätte Telgte und der Wohngemeinschaft Zwi-Schulmann-Weg

Eine hohe Zufriedenheit mit der Wohnqualität in ihren Häusern äußerten die Bewohner der Wohnstätte Telgte und der Wohngemeinschaft Zwi-Schulmann-Weg im Rahmen einer systematischen Befragung, die von Studierenden der Katholischen Hochschule (KatHO) NRW, Abteilung Münster, unter der Leitung von Prof. Dr. Heinrich Greving durchgeführt wurde. „Nachdem wir in den letzten Jahren bereits zwei Mal in Kooperation mit der KatHO eine Nutzerbefragung in unserem Fachdienst `Ambulant Unterstütztes Wohnen´ durchgeführt und damit sehr gute Erfahrungen gemacht hatten, kam nun die Idee auf, die Bewohner des stationären Bereichs im Hinblick auf die Zufriedenheit mit ihrer Wohnsituation zu befragen. Wir haben entschieden, dass wir zunächst eine Testbefragung in der Wohnstätte Telgte und der Wohngemeinschaft Zwi-Schulmann-Weg durchführen“, erklärt Westfalenfleiß-Geschäftsführerin Gerda Fockenbrock. 

Dazu haben Juliana Cubick, Jennifer Domrose, Alina Hülsmann und Lara Kubitzke, alle vier Studentinnen des zweiten Fachsemesters im Studiengang Heilpädagogik, in Abstimmung mit Prof. Dr. Heinrich Greving und mit der zuständigen Wohnbereichsleitung, Marija Olbrich, Fragebögen entwickelt. Diese wurden den Bewohnern im Rahmen einer Informationsveranstaltung in leichter Sprache vorgestellt. Danach führten die Studentinnen die eigentliche Befragung der einzelnen Bewohner durch und schließlich erfolgte die Auswertung und Präsentation der Ergebnisse in leichter Sprache. „Durch diese Art der praxisbezogenen Forschung  erhalten die Studierenden einen guten Einblick in die Lebens- und Arbeitswirklichkeit einer Organisation. Zudem machen Sie die Erfahrung, selber an Veränderungsprozessen beteiligt zu sein“, so Prof. Heinrich Greving. 

An der Befragung nahmen 33 der derzeit insgesamt 38 Bewohner der beiden Häuser teil. 

„Neben der hohen allgemeinen Zufriedenheit mit unserem Dienst, äußerten sich die Bewohner in vielen Punkten positiv“, freut sich Marija Olbrich. Fast allen gefalle ihr Zimmer sehr gut. Ihre Intimsphäre würde gewahrt. Mit den Freizeitangeboten seien sie sehr zufrieden. Die Mitarbeiter seien immer freundlich, nehmen sie ernst und fragen nach ihren Wünschen. 90 % der Bewohner am Zwi-Schulmann-Weg gefiele es gut, in einer Wohngemeinschaft zu leben. „Uns war es aber vor allem auch ein hohes Anliegen, durch die Befragung herauszufinden, wo einzelne Bewohner sich noch Verbesserungen wünschen und auch dazu gab es erfreulicherweise Vorschläge“, so Marija Olbrich. Zum Beispiel wünschen sich einige Bewohner mehr Mitentscheidung bei der Gestaltung der Gemeinschaftsräume und vielen sei es im Haus zu laut. Die Anregungen würden nun im nächsten Schritt mit dem Bewohnerbeirat diskutiert und auf ihre Umsetzbarkeit überprüft. 

„Wir sind sehr erfreut, dass die Zusammenarbeit mit der KatHO wieder so erfolgreich verlaufen ist und bedanken uns ausdrücklich bei Herrn Prof. Greving und den vier Studentinnen für ihr Engagement - vor allem auch vor dem Hintergrund, dass es ein außerplanmäßiges, freiwilliges Studienprojekt war“, betont Gerda Fockenbrock. „Anhand der Ergebnisse der Testbefragung sollen nun die Fragebögen noch einmal überarbeitet werden und dann werden wir mit Prof. Greving planen, wie die Befragung im gesamten stationären Wohnbereich erfolgen kann“, stellt Gerda Fockenbrock in Aussicht.

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