Ein Tipi für den Teamgeist

„Wir haben im Wald hinter der Werkstatt am Kesslerweg Stöcke gesucht und damit  ein Tipi gebaut“, berichtet Vanessa Zahn, Beschäftigte im Berufsbildungsbereich der Westfalenfleiß GmbH, „da haben wir festgestellt dass man eine solche Aufgabe besser bewältigen kann, wenn man als Team gut zusammenarbeitet.“ 

Vanessa Zahn ist eine von insgesamt elf Teilnehmern der internen Fortbildung  „KuKuK“, die mit 3 Modulen an drei aufeinanderfolgenden Tagen   angeboten wurde. Durchgeführt wurde diese arbeitsbegleitende Maßnahme  von Hildegard Wilken, Fachkraft für Übergangsprozesse und Marlies Autering, Bildungsbegleiterin  im Bereich Berufliche Qualifizierung für Beschäftigte der Werkstatt. Die drei Buchstaben „K“ im Seminartitel stehen für: Kommunikation, Konfliktbewältigung und Kooperation. „Das alles sind Schlüsselqualifikationen, die jeder  für den Werkstattalltag benötigt. Ebenso sind sie jedoch auch für die Ausübung einer möglichen späteren Tätigkeit auf einem Außenarbeitsplatz oder für den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt  wichtig.“, erläutert Hildegard Wilken. 

Jedes Seminarmodul  hatte einen thematischen Schwerpunkt. Beim Thema `Kommunikation´ wurde gemeinsam überlegt, wie man respektvoll miteinander redet und welche Rolle dabei die Mimik und die Gestik spielen. Im zweiten Modul  wurde der Umgang mit Konflikten geübt. „Da ist es vor allem wichtig, dass man zuerst gut zuhört und die Ruhe bewahrt“, berichtet Seminarteilnehmerin Anne Schulte. Und weiter: „Dann muss man aufeinander zugehen, das ist manchmal gar nicht so einfach. Aber das haben wir im Seminar durch Rollenspiele gelernt.“ 

Das dritte Modul  stand ganz im Zeichen der Teamarbeit. „Durch das Bauen der Tipis haben die Teilnehmer deutlich gemerkt, dass man bei einem gemeinsamen Projekt als Gruppe nur gute Ergebnisse erzielen kann, wenn jeder seine individuellen Stärken einbringt und wenn man untereinander gute Absprachen trifft“, resümiert Hildegard Wilken. „Ja, wenn alle gleich stark mit angepackt hätten, wären wir deutlich schneller gewesen“, fügt Teilnehmerin Nadine Fallak hinzu.

„Und vorher gemeinsam einen Plan zu machen, wäre auch nicht schlecht gewesen“, schmunzelt Ines Lange. „Wir haben nämlich bei unserem Tipi den Eingang vergessen…“. 

Insgesamt neun Tage konzentriertes Arbeiten an den Seminarinhalten sei sehr anstrengend gewesen,  aber alle Teilnehmer hätten ein gutes Durchhaltevermögen bewiesen, lobt Hildegard Wilken. So nahmen dann auch am Ende alle Absolventen stolz von Michael Sandner, Geschäftsbereichsleiter Werkstätten, ihr wohlverdientes Zertifikat entgegen, auf dem alle Themen des Seminars aufgelistet sind und das sie späteren Bewerbungen beilegen können. 

Michael Sandner beglückwünschte die Teilnehmer und sprach Ihnen seinen Respekt aus: „Ich finde es klasse, dass Sie alle durchgehalten haben. Die drei Begriffe mit „K“ sind schon schwer auszusprechen und noch schwerer mit Inhalten zu füllen. Das ist Ihnen gut gelungen. Damit haben Sie wichtige Kenntnisse für Ihren Werkstattalltag, aber auch für Ihr Privatleben erworben.“

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