„Beschwerdemanagement“ ist ein schweres Wort – Schulungstage der Bewohnerbeiräte

Die Bewohnerbeiräte des Westfalenfleiß-Wohnverbundes haben vielfältige Aufgaben. Zur Vorbereitung und zur Stärkung der Beiratsmitglieder in ihrem Amt findet jedes Jahr unter Federführung der Beiratsbegleiter eine Schulung statt.

Eine Aufgabe der Bewohnerbeiräte ist das „Beschwerdemanagement“. Was ist das Beschwerdemanagement? Wie werden Beschwerden, Anregungen und  Wünsche der Mitbewohner entgegengenommen? Wie geht es dann weiter? – All das waren Fragen, mit denen sich die 21 Mitglieder der fünf stadtteilbezogenen Bewohnerbeiräte im Rahmen der Schulung 2015 auseinandergesetzt hatten. In der diesjährigen Fortbildung wurden nun die Erfahrungen im Umgang mit dem Beschwerdemanagement ausgetauscht. Im Laufe des Jahres war immer wieder festgestellt worden, dass das Wort „Beschwerdemanagement“ keineswegs der Leichten Sprache entspricht und viele Mitbewohner es nur schwer aussprechen können.

So hatten sich die Bewohnerbeiräte zum Ziel gesetzt, einen leichteren und verständlicheren Ausdruck dafür zu finden. Im Vorfeld der gemeinsamen Schulung hatte jeder Stadtteil-Bewohnerbeirat bereits darüber nachgedacht. Alle Vorschläge wurden nun zusammengetragen, diskutiert und zur Abstimmung gebracht. Gemeinsam wurde der Name: Idee- und Beschwerde -Bearbeitung festgelegt.

„Mit diesem Namen können wir nun unseren Mitbewohnern viel besser erklären, worum es eigentlich geht“ ist sich Bewohnerbeiratsmitglied Walburga Langes sicher. „Und auch für uns selber ist das besser auszusprechen.“

Auch über ein Logo für die Bewohnerbeiräte haben sich die Schulungsteilnehmer Gedanken gemacht. Jeder hat einen Entwurf erstellt und auch darüber wurde am Ende demokratisch abgestimmt. „Mit dem Ergebnis können sich alle identifizieren“ freut sich Wohnbereichsleiterin Rebecca Schäfer. „Das Logo werden wir jetzt im Zusammenhang mit den Bewohnerbeiräten platzieren, so ist ein wirksamer Wiedererkennungswert gewährleistet.“

Des Weiteren beschäftigten sich die Teilnehmer im Rahmen der zwei Schulungstage eingehend mit dem Thema Brandschutz. 2015 hatten zwei Heilpädagogik-Studentinnen der Katholischen Hochschule NRW zusammen mit einer Mitarbeiterin und einer Bewohnerin des Wohnverbundes in Kooperation mit dem Brandschutzbeauftragten der Westfalenfleiß und ehemaligen Feuerwehrmann, Josef Strotmeier, ein speziell für Menschen mit Behinderung konzipiertes Brandschutzspiel entwickelt. Damit können die Bewohner des Wohnverbundes spielerisch und in einer für sie verständlichen Form in allen Fragen rund um den Brandschutz geschult werden.

Den Bewohnerbeiräten wurden der Aufbau, das Ziel und der Durchführungsmodus des Spieles erläutert, damit diese ihre Kenntnisse nun als Multiplikatoren an ihre Mitbewohner in den jeweiligen Wohnbereichen weitergeben können.

Am Ende der Schulung überreichte Wohnbereichsleiterin Rebecca Schäfer jedem Teilnehmer ein Zertifikat und bedankte sich bei allen Beteiligten: „Im Namen der Westfalenfleiß GmbH möchte ich Ihnen meinen herzlichen Dank aussprechen für Ihren ehrenamtlichen Einsatz für Ihre Mitbewohner.“

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