Außenarbeitsplätze - Wo andere auch arbeiten

Wir bie­ten auf zahl­reichen betriebs­integrierten Arbeits­plätzen, so genannten Außen­arbeits­plätze, zusätzliche arbeits­markt­nahe Qualifizierungs- und Be­schäftigungs­möglich­keiten. Dabei werden wir aktuell von über 40 regionalen Unter­nehmen und Ver­waltungen in Münster und Um­gebung unter­stützt, die diese Arbeits­plätze dauer­haft zur Ver­fügung stellen. Das Spek­trum der Tätig­keit zeigt sich hier­bei so viel­fältig, wie die Wünsche und Talente der Beschäftigten und wie die Arbeits­welt selbst.

 
 

Jede einzelne Initiative be­deutet gelebte In­klu­sion im Bereich der Arbeits­welt und einen wirk­samen Schritt zur Um­setzung der UN-Be­hindert­enrechts­kon­vention. Das Motto heißt: „Hand in Hand arbeiten, wo andere auch arbeiten“. Ziel dieser praxis­nahen Arbeits­plätze ist eine dauerhafte Be­schäfti­gung,  aber auch die Quali­fizierung für eine Be­schäftigung auf dem allge­meinen Arbeits­markt.

Betriebsintegrierte Gruppenarbeitsplätze

Bei dieser Form betriebs­integrierter Arbeits­plätze arbeiten im Betrieb eines Kooperationspartners mehrere Westfalenfleiß-Beschäftigte  in einer festen Gruppe zusammen. Geführt werden solche Gruppen in der Regel von einer oder mehreren Fach­kräften. Einsatz­ort sind regelmäßig die Räume des Kooperations­partners. Die Außen­arbeits­gruppe führt Aufträge des Kooperations­partners aus.

Aktuelle Arbeits­plätze sind: Spülküche, Haus­wirtschaft, Fahr­dienst in einem Münsteraner Dienst­leistungs­unternehmen und Produktion- und Lager­logistik für einen Her­steller von Industrie­produkten

Betriebsintegrierte Einzelarbeitsplätze

Hier wird ein ein­zelner Werk­statt­beschäftigter in einen Betrieb ent­sandt. Einsatz­ort ist ein Arbeits­platz des all­gemeinen Arbeits­marktes.

Für die Förderung und Be­treu­ung am Arbeits­platz steht ein Jobcoach zur Ver­fügung. Um­fang und Inten­sität der direkten Be­gleit­ung werden individuell mit dem Werk­statt­beschäftigten unter Ein­be­ziehung des Kooperations­partners ver­ein­bart. Der Werk­statt­beschäftigte ist in Ab­stimmung mit der Werk­statt un­mittel­bar in die Ab­läufe der Kooperations­partner ein­ge­bunden. Die soziale Verant­wortung liegt übe­rwiegend bei der Werk­statt.

Die rechtlichen Rahmen­bedingungen sind zwischen dem Werkstatt-Träger und dem Kooperations­partner schrift­lich fest­gelegt. Insbesondere bedarf es verbindlicher Regelungen

  • zur Ausgestaltung des dortigen Arbeitsplatzes
  • zur Aufsicht, zu Weisungsrechten und Pflichten
  • zu Kooperationsvereinbarungen
  • zur Teilnahme des behinderten Menschen an arbeitsbegleitenden Maßnahmen der Werkstatt
  • zum Versicherungsschutz
  • zur Erreichbarkeit der jeweiligen Ansprechpartner

Aktuelle Einzel­außenarbeits­plätze: Tätig­keiten in Hand­werks­betrieben (Gärtner­ei, Elektro­installations­betrieb, Fahr­rad­werkstatt), Tätig­keiten im Dienst­leistungs­bereich (Telefon­zen­trale, EDV und Ver­waltung), Haus­meister­hilfs­tätig­keiten, Betreuungs­helfer für Senioren.

Besondere Merkmale einer Beschäftigung auf betriebsintegrierten Arbeitsplätzen

  • die unveränderte Rechtsstellung des behinderten Menschen zur Werkstatt
  • die Tätigkeit des Werkstattbeschäftigten außerhalb der anerkannten Räume der Werkstatt in Betrieben Dritter
  • die Rahmenbedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes und die Einbindung in die Betriebsabläufe (z.B. Produktionsprozesse, Erledigungsvorgaben, Arbeits-/Pausenzeiten, Betriebsferien, Sicherheitsvorschriften)
  • die sozialen Bezüge zum Betrieb

Die Vor­bereit­ung (Profil­erstellung, Begleit- und Förder­planung, Praktika), die indi­viduelle Be­rat­ung und fach­lich-päda­gogische Be­gleitung erfolgt durch quali­fiziertes  und erfahrenes Personal und Jobcoaches. Die Fach­kräfte arbeiten eng zusammen mit den Integrations­fach­diensten in Münster und im Kreis Warendorf.

Arbeit­geber, die betriebs­integrierte Arbeits­plätze/Praktika an­bieten, er­halten differenzierte Ein­schätzungen zu Einsatz­möglich­keiten im Betrieb und eine kompetente Be­ratung hin­sichtlich behinderungs­bedingter Ein­schränkungen unter Ein­verständnis der Be­schäftigten.

Westfalenfleiß be­teiligt sich aktiv am Modell­vorhaben  „1000 neue betriebs­integrierte Arbeits­plätze in NRW“ des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales.